Start Häufig gestellte Fragen Der Hund - unser Freund
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Zur Vertiefung der freundschaftlichen Mensch-Hund Beziehung, sollten sich alle Hundefreunde folgende Punkte vor Augen halten:

  • Vor der Anschaffung eines Tieres, sollte genau überlegt werden, ob man genug Zeit, Platz sowie die finanziellen Möglichkeiten hat, das Tier ordentlich zu halten.
  • Wichtiger Grundsatz: Der Hundebesitzer trägt die Verantwortung für alles, was sein Hund tut, er muss dafür sorgen, dass niemand durch den Hund zu Schaden kommt.
  • Genauso wichtig ist auch die Bereitschaft, sich mit allfälligen Problemen des Tieres auseinander zu setzen, bzw. die Geduld, die man haben muss, einen Hund richtig zu erziehen.
  • Wenn Sie Probleme mit dem Verhalten Ihres Hundes haben, wenden Sie Sich an Ihren Tierarzt, den Tierschutzverein oder einen Hundeclub.
  • Die Erziehung eines Welpen beginnt am ersten Tag, der Besuch von Welpenkursen und später Abrichtekursen ist unbedingt zu empfehlen.
  • Beachten Sie auch Ihre Umgebung: Wie reagiert Ihre Familie, die Nachbarn, usw.
  • Jeder Hund sollte von Jugend an daran gewöhnt werden, einen Maulkorb zu akzeptieren - in manchen Situationen ist dieser unerlässlich.
  • Führen Sie Ihren Hund im Ortsgebiet an der Leine, aber sorgen Sie unbedingt auch für genügend Auslauf im freien Gelände. Der Hund sollte sich aber auch dort nie Ihrer Kontrolle entziehen können.
  • Bedenken Sie, dass Ihr Hund immer bei Ihnen sein will. MUSS er einmal allein zu Hause bleiben, lassen Sie ihn am besten im Haus oder in der Wohnung, denn auch Gartenzäune können von jedem Hund überwunden werden, wenn er Ihnen nachlaufen will.
  • Hunde benötigen Ihre tägliche Aufmerksamkeit und Zuwendung genauso dringend wie ihr Futter.

 

Infektionskrankheiten des Hundes

 

Selbstverständlich bleiben auch unsere vierbeinigen Freunde vor Erkrankungen verschiedenster Ursache nicht verschont, die erhebliche Gefahren für das Tier und (z.B. bei Parasiten) auch für seine Besitzer bedeuten können. Vielfach kann dieses Risiko jedoch durch gezielte Vorbeugung minimiert werden, was Mensch und Hund große Sorgen und Leiden ersparen hilft. Außerdem gibt eine Reihe äußerst bedrohlicher Infektionskrankheiten, die sich durch die regelmäßige jährliche Impfung wirksam vermeiden lassen.

 

Staupe

Sie ist eine lebensgefährliche Viruskrankheit, die mit starken, eitrigen Entzündungen der Augen, des Atmungstraktes, sowie Husten und hohem Fieber beginnt. Anschließend breitet sich die Infektion auf den Magen-Darmbereich aus mit Symptomen wie Erbrechen und Durchfall, und befällt im 3. Stadium schließlich das

Zentralnervensystem. Das hat zur Folge, dass selbst wenn das Tier die Krankheit überleben sollte, dauerhafte Schäden zurückbleiben wie Zittern, Bewegungsstörungen oder allgemeine Schwäche.

Parvovirose (Katzenseuche)

Die Bezeichnung Katzenseuche ist irreführend, da diese Erkrankung in keinem Fall von der Katze auf den Hund übertragbar ist, obwohl sie ebenfalls durch ein Parvovirus verursacht wird. Beide Viren sind miteinander verwandt und sehr ähnlich, aber eben nicht ident, und können daher nur von Hund zu Hund (bzw. von Katze zu Katze) übertragen werden. Sehr groß ist jedoch die Ansteckungsgefahr für Welpen, aber auch für erwachsene Tiere, die sich an von Hunden viel frequentierten Plätzen aufhalten. Da das Parvovirus sehr resistent ist, also längere Zeit in der Außenwelt überleben kann, ist es für eine Infektion nicht notwendig, in direkten Kontakt mit Artgenossen zu kommen. Prinzipiell kann sich der Hund überall anstecken, da die Krankheitserreger sehr weit verbreitet sind und häufig auf dem Boden vorkommen.

Die Erkrankung beginnt mit Appetitlosigkeit, hohem Fieber, und bald stellen sich unstillbares Erbrechen und blutiger Durchfall ein. Meist führt die dadurch bedingte Austrocknung des Tieres rasch zum Tod, es kommt auch hier bei Überleben oft zu Folgeschäden besonders zu Herzmuskelerkrankungen.

 

HCC = Hepatitis Contagiosa Canis

Die infektiöse Leberentzündung des Hundes ist ebenfalls virusbedingt und wird in erster Linie durch den Kontakt mit erkrankten Tieren übertragen. Diese Krankheit kann entweder sehr rasch und dramatisch mit hohem Fieber und Tod innerhalb weniger Tage verlaufen, oder auch ein chronisches Krankheitsbild zeigen. In diesem Fall dominieren Störungen des Magen- und Darmtraktes mit starken Schmerzen im Vorderbauch, es sind aber auch Mandelentzündungen möglich.

 

Leptospirose

Diese durch Bakterien hervorgerufene Infektion kann sich beim Hund in zwei verschiedenen Krankheitsbildern manifestieren:

Stuttgarter Hundeseuche

Hunde jeden Alters sind empfänglich, die Übertragung erfolgt durch direkten Kontakt oder indirekt über Vektoren. Hauptsymptome der Krankheit sind Nierenentzündungen – akut oder chronisch – sowie Fieber, Appetitlosigkeit und Durchfall. Die Todesrate beträgt etwa 10%, da aber das Virus über den Harn ausgeschieden wird, besteht auch Infektionsgefahr für den Menschen.

Weil'sche Krankheit

Auch diese Leptospireninfektion ist auf den Menschen übertragbar und ruft beim Hund neben Störungen des Magen-Darm Traktes auch Schädigungen des Lebergewebes mit Gelbsucht hervor.

 

Hundeinfluenza

Diese Virusinfektionskrankheit geht mit grippeähnlichen Symptomen, besonders des oberen Atmungstraktes, einher, und spielt vor allem in größeren Hundepopulationen eine gewisse Rolle.

Zwingerhusten

Als Zwingerhusten bezeichnet man eine Erkrankung des oberen Respirationstraktes, besonders des Kehlkopfes und der Luftröhre. Ursache dafür können verschiedene Erreger sein, primär meist Viren, später kommen jedoch oft Bakterien hinzu. Diese Infektion tritt besonders, wie der Name schon andeutet, bei Haltung von mehreren Hunden in Zwingern, Tierheimen und dergleichen auf. Symptome sind trockener, anfallsartiger Husten, oft mit Brechreiz und Nasenausfluss. Oft ist kein Fieber vorhanden, aber das Risiko für die Tiere, an anschließender Lungenentzündung zu erkranken, ist relativ groß.

 

Gegen die bisher aufgezählten sieben Infektionskrankheiten verwendet man heute einen Kombinationsimpfstoff, der das Tier vor allen genannten Krankheiten wirksam schützt.

Tollwut

Diese hochgefährliche, weil fast immer tödlich verlaufende, Viruserkrankung ist weltweit gefürchtet und wird seit vielen Jahren mit verschiedensten Maßnahmen intensiv bekämpft. Wie alle Säugetiere und Vögel ist auch der Mensch für die Krankheit empfänglich. Die Übertragung erfolgt fast ausschließlich durch den Biss erkrankter Tiere, da das Virus in hohem Maße über den Speichel ausgeschieden wird und durch den Biss direkt in die Blutbahn des Opfers gelangt. Die Inkubationszeit kann stark variieren (10 Tage bis 3 Monate). Sicher ist jedoch, dass erkrankte Tiere schon einige Tage vor Auftreten der ersten Krankheitszeichen die Tollwut übertragen können. Die Symptome des klassischen Verlaufs, wie Wesensänderung, Unruhe, später Aggressionen und Lähmungen müssen nicht immer vollständig auftreten. Bei der sogenannten „stillen Wut“ stehen Lähmungen der Kaumuskulatur, Schluckunfähigkeit und Speichelfluss im Vordergrund. Beim heute sehr oft vorkommenden atypischen Verlauf zeigen die Tiere Störungen der Magen-Darm Funktion, lokalen Juckreiz, schwankenden Gang und schließlich Lähmungen. Die Tollwut ist eine anzeigepflichtige Seuche, eine Therapie erkrankter Tiere ist nicht erlaubt. Die Impfung gegen Tollwut ist daher auch für Hunde, die nicht in Tollwutgebieten leben, anzuraten, außerdem ist sie für jeden Auslandsaufenthalt unbedingt notwendig. Die erste Tollwutimpfung kann schon ab einem Alter von 12 Wochen durchgeführt werden. Es ist möglich, die Tollwutimpfung gemeinsam mit den Impfungen gegen die sieben oben genannten Erkrankungen in Form eines 8-fach Kombinationsimpfstoffes zu verabreichen. So bietet also eine Injektion Schutz vor allen acht Infektionskrankheiten.

 

Borreliose

Die von Zecken übertragene Lyme-Borreliose, die auch beim Menschen auftritt, ist eine durch Bakterien verursachte Krankheit. Der zu Beginn häufig sichtbare rote Ring um die Einbissstelle wird natürlich beim Hund aufgrund seiner Behaarung meist übersehen. Da weitere Symptome wie rheumatische oder neurologische Erscheinungen erst viel später auftreten, ist die Diagnose der Borreliose im Allgemeinen sehr schwierig. Die Impfung gegen diese Krankheit ist ab der zwölften

Lebenswoche möglich und muss nach ca. vier Wochen wiederholt werden. Es ist empfehlenswert in der kalten Jahreszeit, also von November bis Februar, erstmals zu impfen, noch bevor die Zecken im Frühjahr auftreten. Auch diese Impfung muss einmal jährlich durchgeführt werden.

 

Impf-Plan

Jedes Tier soll vor der Erstimpfung genau untersucht und entwurmt werden, da nur gesunde, parasitenfreie Tiere geimpft werden dürfen.

 

8. Lebenswoche

1. Teilimpfung 7-fach

12. Lebenswoche

2. Teilimpfung 7-fach

Ab 12. Lebenswoche

Eventuell Borreliose

Ab 12. Lebenswoche

Tollwut

Einmal jährlich

8-fach Impfung

Einmal jährlich

Eventuell Borreliose

Parasiten

 

Generell kann man zwischen Parasiten, die auf der Haut der Tiere lebe wie z. B. Flöhe oder Milben und solchen, die die inneren Organe befallen, unterscheiden.

 

Flohbekämpfung

Flöhe zählen zu den häufigsten Hautparasiten beim Hund und ihre schädigende Wirkung wird oft unterschätzt. Sie spielen beispielsweise eine Rolle als Zwischenwirte von Darmparasiten (Bandwurm) oder als Überträger von Krankheiten. Leider hat man bei Flohbefall nicht nur gegen die erwachsenen Plagegeister zu kämpfen, sondern auch mit deren Eiern, Larven und Puppen. Ein einzelner Floh kann bis zu 2000 Eier hinterlassen, welche sich im Normalfall in etwa 2-3 Wochen zu erwachsenen Flöhen weiterentwickeln. Diese Eier sowie alle anderen Entwicklungsstadien finden sich nicht nur im Fell des Tieres, sondern auch in seinem gesamten Lebensbereich. Dieser Tatsache muss besonders bei der Parasitenbekämpfung Rechnung getragen werden.

 

Flohbekämpfungsmittel

Mittlerweile gibt es eine große Auswahl an geeigneten Mitteln auf dem Markt, sodass die Auswahl des passenden Präparats nicht immer leicht fällt.

1. Tabletten: Die sogenannte “Pille für den Floh" packt das Problem gewissermaßen an der Wurzel, indem es die Vermehrung der Flöhe unterbindet, sie wird dem Hund einmal monatlich verabreicht.

2. Halsbänder: Es gibt sie mit unterschiedlichen Wirkstoffen und unterschiedlicher Wirkungsdauer. Nachteilig ist, dass das Mittel an der Oberfläche des Haarkleides verteilt wird und daher beim Streicheln des Tieres immer auf die Hände gelangt. Die effiziente Wirkung, besonders auf der hinteren Körperhälfte großer Tiere ist nicht immer gewährleistet.

3. Spot on Präparate: Der Inhalt kleiner Tuben wird an einer für den Hund nicht erreichbaren Körperstelle (Genick, Schwanzwurzel) direkt auf die Haut aufgetragen. Am einfachsten ist es, zuvor das Haarkleid mit den Fingern zu scheiteln, und dann den gesamten Inhalt der Tube zu applizieren. Wichtig ist es, die dem Gewicht des Hundes entsprechende Tubengröße zu verwenden. Die Wirkungsdauer der Spot on Präparate wird mit einem Monat angegeben.

4. Sprays, Puder, Shampoos: Diese Mittel eignen sich besonders für Welpen unter 8 Wochen, die mit den anderen Präparaten noch nicht behandelt werden dürfen. Gleiches gilt für kranke, unterernährte oder sehr verwahrloste Tiere. Es empfiehlt sich außerdem, Hunde mit sehr starkem Flohbefall zunächst zu baden um die Verunreinigungen aus dem Fell zu entfernen.

 

Jeder Hundebesitzer sollte also darauf achten, ob sein Tier Symptome eines Befalls mit Flöhen zeigt wie Juckreiz oder Flohkot im Fell. Der Juckreiz wird nicht nur durch den Biss des Parasiten verursacht, sondern oft auch durch eine heftige allergische Reaktion auf die Substanz, die der Floh in das Blut zur Verhinderung der Gerinnung abgibt. Diese Flohallergie macht sich durch rote Punkte oder Flecken auf der Haut bemerkbar.

 

Parasiten innerer Organe

Besonders oft leiden vor allem Jungtiere unter dem Befall von Darmparasiten. Man kann sowohl Einzeller (sog. Protozoen) wie z.B. Toxoplasmen finden als auch Würmer.

Spulwürmer: Sie sind die am häufigsten anzutreffenden Darmschmarotzer des Hundes und besonders bei Welpen fast immer vorhanden. Die Tiere nehmen nämlich die Larven der Spulwürmer mit der Muttermilch auf, diese entwickeln sich dann im Darm der Junghunde zu erwachsenen Spulwürmern. Die Eier dieser Parasiten sind im Kot der Welpen nachweisbar und können auch auf den Menschen übertragen werden. Dies kann schlimmstenfalls nicht nur zu einer Besiedlung des Darms führen, sondern es können wandernde Spulwurmlarven verschiedene Organe des Menschen, sogar das Auge, befallen. Demzufolge ist die Entwurmung der Junghunde sowie die regelmäßige Wiederholung beim erwachsenen Tier wirklich sehr wichtig und sollte keinesfalls verabsäumt werden. Bei Züchtern erfolgt die Erstentwurmung der Welpen meist schon in einem Alter von 3-5 Wochen, sonst sollte spätestens mit 7-8 Wochen entwurmt werden. Anschließend muss der Junghund unbedingt weitere zwei Mal in 2-3 wöchigem Abstand (also insgesamt dreimal) entwurmt werden. Erwachsene Tiere sollten zwei- bis dreimal jährlich entwurmt werden. Für die Welpen verwendet man meist Entwurmungspasten, für ausgewachsene Hunde stehen Tabletten zur Verfügung, die nicht nur gegen Spulwürmer, sondern auch gegen alle anderen Darmparasiten wirksam sind.

Bandwürmer:

Es gibt mehrere verschiedene Arten, die beim Hund vorkommen können. Typisch für Bandwürmer ist, dass sie einen Zwischenwirt benötigen, also nicht direkt von Hund zu Hund übertragen werden können. Beim an häufigsten anzutreffenden Hundebandwurm ist der Floh Zwischenwirt. Das Tier verschluckt beim sich Lecken einen Floh, der die Vorstufe des Bandwurms enthält. Anschließend entwickelt sich der Parasit im Darm des Hundes zum erwachsener Bandwurm. Er lebt dort, wobei einzelne Glieder durch den After ausgeschieden werden, was oftmals vom Tierbesitzer direkt beobachtet werden kann. Auch bei Juckreiz am After (Schlittenfahren) sollte man an Bandwürmer denken. Eingetrocknete Bandwurmglieder, die in gewisser Weise länglicher Reiskörnern ähnlich sehen, können unter Umständen auch auf dem Liegeplatz des Hundes gefunden werden. Es versteht sich sicherlich von selbst, dass in diesem Falle eine Behandlung mit den entsprechenden Medikamenten erfolgen muss. Zusätzlich sollte auch eine Flohbekämpfung stattfinden, da der Floh, wie schon erwähnt, der häufigste Überträger des Bandwurmes ist.

 

Neben den genannten Parasiten können beim Hund selten auch noch andere Bandwurmarten auftreten, ebenso ist ein Befall von Hakenwürmern möglich. Diese werden aber auch mit den heutigen Entwurmungstabletten bekämpft. Zu erwähnen ist auch noch der Herzwurm des Hundes, der besonders in Mittelmeerländern gar nicht selten anzutreffen ist. Vor einem geplanten Urlaub empfiehlt es sich daher, ein vorbeugendes Medikament zu besorgen.

 

Zahnhygiene

Junghunde besitzen wie Menschenkinder zunächst Milchzähne, mit ca. 6 Monaten ist jedoch der Zahnwechsel zum bleibenden Gebiss bereits abgeschlossen. Auch beim Tier sollten Zähne und Zahnfleisch regelmäßig kontrolliert werden um etwaige Erkrankungen rechtzeitig behandeln zu können. Futterverweigerung trotz Appetit, starker Speichelfluss oder übler Geruch aus dem Maul sind dafür typische Symptome. Charakteristisch für eine eitrige Wurzelentzündung des großen, dreiwurzeligen Backenzahnes ist eine Schwellung am Oberkiefer, etwas unterhalb des Auges mit anschließender Fistelbildung. In diesem Fall muss der betroffene Zahn unbedingt gezogen werden.

 

Zahnstein

Er ist das häufigste Zahnproblem, besonders bei kleineren Hunderassen, bzw. bei Tieren in fortgeschrittenerem Alter. Der Zahnstein ist als graubrauner, fester Belag deutlich sichtbar und wird immer auch von üblem Geruch aus dem Maul begleitet. Stärkere Zahnsteinbildung sollte unbedingt behandelt werden, da er zu schmerzhaften Entzündungen und Schwund des Zahnfleisches führen kann (Parodontose). In weiterer Folge kommt es zur Lockerung der Zähne und zum Zahnverlust. Zusätzlich stellt der Zahnbelag eine erhebliche Belastung des Organismus durch die enorme Zahl an Bakterien in der Mundhöhle dar. Dabei sollte man auch bedenken, dass diese Bakterien bei jedem Belecken auf die Hände des Besitzers übertragen werden.

Die Entfernung des Zahnsteins erfolgt mit Ultraschall in Vollnarkose, was bei betroffenen Tieren in regelmäßigen Abständen notwendig wird. Einzig wirklich wirksame Vorbeugungsmaßnahme ist das Zähneputzen, das Hunde aber normalerweise nur dulden, wenn sie von Jugend an daran gewöhnt wurden.

 

Ohrenpflege

Die meisten Hunde bedürfen keinerlei besonderen Behandlung ihrer Ohren, andererseits sind Ohrenerkrankungen ein sehr häufiges Problem und könnten durch regelmäßige Kontrollen vermieden werden. Jeder Hundebesitzer sollte daher regelmäßig die Ohrmuscheln seines Tieres auf etwaige Verschmutzung oder Absonderungen überprüfen. Häufiges Schütteln des Kopfes oder Kratzen am Ohr sind eindeutige Symptome einer Erkrankung und bedürfen sofortiger Behandlung.

 

Ohrmilben

Ohrmilben sind Parasiten, die im Gehörgang des Tieres schmarotzen und zu heftigem Juckreiz, bzw. nachfolgender Entzündung führen. Die Diagnose dieser Parasiten ist nicht schwierig, weil der äußere Gehörgang und die innere Ohrmuschel mit größeren Mengen sehr dunklen, schmutzähnlichen Massen gefüllt sind. In diesem Fall ist ärztliche Behandlung mit gründlicher Reinigung des Ohres und Verabreichung parasitenabtötender Ohrentropfen notwendig. Es gibt auch Injektionen oder Spot on Präparate, die die Milben abtöten.

 

Eitrige Ohrenentzündung

Nicht selten kommt es bei Hunden, besonders solchen mit herabhängenden Ohren, nach stärkerer Verschmutzung des Ohres zu einer eitrigen Infektion (Bakterien). Diese Entzündungen können unbehandelt sehr heftige Ausmaße annehmen, wobei die Tiere starke Schmerzen, verbunden mit Juckreiz und eitrigem Ohrenausfluss zeigen. Hinzu kommen oft Fieber, Mattigkeit und sehr übler Geruch aus dem Ohr. Die Hunde bedürfen in solch fortgeschrittenem Stadium dringend einer Behandlung, da es sonst sogar zum Durchbruch des Eiters in das innere Ohr mit schwerwiegenden Folgen kommen kann. Zur Behandlung der Erkrankung müssen ein Antibiotikum sowie ein schmerz- und entzündungshemmendes Mittel sowohl als Injektion als auch in Form von Ohrentropfen verabreicht werden. Eine chronische Ohrenentzündung führt in der Regel zu einer Verdickung der Gehörgangsschleimhaut, die sich kaum mehr zurückbilden kann. Die Folge ist eine Verengung des Gehörgangs, die bis zu dessen völligem Verschluss führen kann. Es ist daher wirklich wichtig, schon bei den ersten Anzeichen einer Ohrenerkrankung diese behandeln zu lassen, um Spätfolgen und chronische Erkrankungen zu vermeiden.

 

 

Kastration der Hündin - pro und contra

 

Die erste Läufigkeit einer jungen Hündin tritt üblicherweise im Alter von 7-9 Monaten auf (kleine Rassen früher, große Rassen später) und wiederholt sich in durchschnittlich sechsmonatigen Abständen. Sie dauert in etwa drei Wochen, wobei in der Regel die zweite Woche am gefährlichsten für eine eventuelle Empfängnis ist. Einige Wochen nach der Läufigkeit kann die Hündin scheinträchtig werden. Die Symptome, wie Milchfluss, Anschwellen des Gesäuges und psychische Veränderungen können in unterschiedlichster Ausprägung vorhanden sein. Meist neigen Hündinnen mit sehr stark ausgeprägter Scheinträchtigkeit später zur Ausbildung von Tumoren, die auch nicht selten bösartig sein können. Ebenso kann es während der Scheinträchtigkeit zu eitrigen Entzündungen der Milchdrüsen kommen, die wiederum mit Antibiotika behandelt werden müssen. Unter der Kastration versteht man das Entfernen der Eierstöcke und Teilen der Gebärmutter, was sowohl das Auftreten der Läufigkeit als auch der Scheinträchtigkeit verhindert.

 

Vorteile der Kastration:

  • Verhinderung der Fortpflanzung.
  • Verhinderung der Läufigkeits- und Scheinträchtigkeitssymptome mit all ihren Begleiterscheinungen und Problemen.
  • Verhinderung von Eierstocks- und Gebärmuttererkrankungen, die oft lebensbedrohliche Ausmaße annehmen können und dann stets operiert werden müssen.
  • Verhinderung (weitgehend) der gefährlichen Gesäugetumoren.
  • Erfolgt die Operation bei jüngeren, gesunden Tieren sind die Belastung und das Risiko wesentlich geringer, als wenn man später bei einer Krankheit operieren muss.

 

Nachteile der Kastration

  • Alle Risiken und Begleiterscheinungen einer Bauchoperation.
  • gelegentliches Auftreten von Harninkontinenz, besonders bei größeren Hunden durch Hormonmangel. Dieser kann mit Tabletten therapiert werden.

 

Zusammenfassend kann man zur Kastration feststellen, dass ihre Vorteile deutlich überwiegen. Die Entscheidung für oder gegen diese Operation muss jedoch im Endeffekt jeder Hundebesitzer nach seinem eigenen Ermessen entscheiden.

 

 

 

Wie beim Menschen kann man bei Hunden durch regelmäßige Schutzimpfungen, regelmäßige tierärztliche Kontrollen und Achtsamkeit Krankheiten und Schmerzen von unseren Lieblingen fernhalten. Dann steht einem glücklichen Zusammenleben von Tier und Mensch nichts mehr im Wege.