Start Häufig gestellte Fragen Mein Haustier wird „alt“
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Schon die Definition des „Alters“ ist bei unseren Haustieren schwierig, da selbst innerhalb einer Tierart, wie der Hund, zum Teil erhebliche rassebedingte Unterschiede nachgewiesen worden sind. So sind beispielsweise die Riesenrassen wie Neufundländer, Irischer Wolfhund usw. im alter von 10 Jahren bereits als alt zu beizeichnen während dies etwa für die Yorkshire Terrier keineswegs gilt. Während also ein Hund unter 15kg mit 9 Jahren ungefähr einem 56jährigen Menschen gleichkommt, entspricht ein Hund desselben Alters  über 45 kg einem 89 jähriger und ein Hund zwischen 15 und 45kg einem 69jähriger Menschen. Katzen gelten ab dem 12. Lebensjahr als alt, wobei Rassekatzen (Perser, Siam usw.) in der Regel eine etwas kürzere Lebenserwartung haben, als die „normalen Hauskatzen“.

Oft wird „Alt werden“ mit „krank werden“ gleichgesetzt. Das ist grundsätzlich falsch. Sowohl beim Menschen als auch bei unseren Haustieren gibt es sehr alte Individuen, die keinerlei Symptome einer schwereren Krankheit aufweisen. Es ist aber eine Tatsache, dass die Zahl der Krankheiten im „Alter“ zunimmt, da es mit einer zunehmend verminderten Anpassungsfähigkeit auf innere und äußere Belastungen (Stress) einhergeht. Dies führt zu einer Einschränkung der physiologischen Funktionen,  die schließlich das weitere Leben beeinträchtigen können.

Diesen Prozeß kann man zwar nicht aufhalten, aber es kann sich das Wohlbefinden der älteren Tiere durch Behandlung und insbesondere durch Prophylaxe von Krankheiten verbessern.

Als Tierbesitzer sollte ich also darauf Rücksicht nehmen, dass mein Tier mit höherem Alter stressanfälliger ist und sein Verhalten ändert (weniger Lebhaft, weniger Bewegungsfreude, vermehrtes Schlafbedürfnis, veränderte Futteraufnahme und Trinkverhalten).

Vorbeugende Maßnahmen gegen Erkrankungen (wie ein guter Impfschutz und regelmäßige Entwurmung und Vorbeugung gegen Parasiten) werden mit steigendem Alter immer wichtiger. Durch die Herabsetzung der Herzleistung kommt es zur schlechteren Durchblutung kleiner Gefäße (vor allem Hirn-, Knorpel – und  Knochengefäße, Organgefäße von Niere und Leber).  Deshalb sollte man bei älteren Katzen (über 10 Jahre) und älteren Hunden (je nach Rasse) regelmäßige Blutuntersuchungen durchführen, um bei einer verminderten Funktion eines Organs rechtzeitig Maßnahmen setzen zu können. In diesem Sinne wünsche ich einen schönen Frühling für Sie und Ihre vierbeinigen Lieblinge.